Seppl & Saupreiß

Seppl & Saupreiß

Berliner sehen sich selbst als Weltbürger und die Bayern als Dorfdeppen und Hinterwäldler. Den Bayern hingegen sind "die Preißn" eigentlich komplett "wurscht", was in Bayern fast als schwerste aller Beleidigungen gilt. Berlin? Sündenpfuhl und Schuldenmoloch! Wieviel Toleranz gibt es zwischen Bayern, Berlinern und Brandenburgern? Um das herauszufinden, reisen eine "Berliner Perle" und ein "bayerischen Mannsbild" in die Fremde.

Von Franken im Norden Bayerns fährt die Berlinerin Caroline Korneli über München und Niederbayern immer weiter in den bayerischen Süden, dorthin, wo die meisten Klischees von "Sepplhüten, Lederhosen und Alpenkitsch" eigentlich her kommen. Auf ihrer Reise spricht sie in München mit Querdenkern wie dem Autoren Michael Sailer oder dem aus Schwarzafrika stammenden Busfahrer Lassina N'Diaye, in Niederbayern mit dem Sprachwissenschaftler Prof. Hermann Scheuringer und in Oberbayern mit einem Brauchtumsschützer und einer Trachtenschneidermeisterin.

Der bayerische Moderator Florian Wagner wohnt am idyllischen Tegernsee und fand die Berliner Hektik, den rüden Umgangston und die Arroganz der Ur-Berliner eigentlich immer schon unheimlich. Er meint, dass von den einst klassischen preußischen Tugenden Fleiß, Disziplin und Sauberkeit im heutigen Berlin-Brandenburg nur noch herzlich wenig zu sehen sei - diese Tugenden seien zusammen mit der Toleranz irgendwann nach Süden abgewandert... Dennoch reist der Bayer Florian Wagner in die Hauptstadt. Übernachtet in Berlin auf einem Hotelboot, trifft in Sanssouci Jürgen Luh, einen Historiker, der ihm erklärt, dass die Liebe zwischen Bayern und Preußen immer größer war, als die Abneigung.

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