Schwein von rechts!

Schwein von rechts!

Wann immer sich Klaus Dietrich und Michael Karbach über den Weg laufen, hat es gerade gekracht: Wildunfall. Gerade in der dunklen Jahreszeit vergeht kein Abend ohne Kollision mit Keiler. Der Polizist Dietrich muss sich um verletzte und traumatisierte Autofahrer kümmern, dem Jagdaufseher Karbach bleibt nichts übrig, als getötete Wildschweine und Hirsche zu entsorgen. Die beiden haben viel zu tun, sie arbeiten im Hunsrück, einem wald- und wildreichen Gebiet und damit einem besonders gefährdeten Revier. Bundesweit entstanden im vergangenen Jahr durch Wildunfälle Sachschäden von einer halben Milliarde Euro. Lutz G. Wetzel zeigt in seinem Film Polizisten und Jagdexperten in einem endlosen Kampf: Viele Autofahrer lassen sich durch Warnschilder nicht bremsen, schimpfen stattdessen auf die Jäger, die - so die landläufige Meinung - einfach mehr abschießen müssten. Wissenschaftler erforschen die Laufwege der Rehe, Forstleute legen Futterplätze abseits der Straßen an, die Polizei versucht es mit neuartigen Reflektoren, die Wild abschrecken sollen. Doch kaum sind die montiert, kommt der nächste Notruf: schon wieder ein Totalschaden mit kapitalem Hirsch.

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