Schlemmerreise Altbayern und Schwaben
Seine fast 1.000-jährige Geschichte feiert Aichach mit einem großen Fest: Altes Handwerk lebt wieder auf, der Duft von Zimtherzen und Mandeln zieht durch die Altstadt, Kesselfleisch und Spießbraten werden mit den Fingern gegessen. Wer lieber Messer und Gabel benutzt, lässt es sich im nahe gelegenen Gasthaus bei 'Ochsenplätzchen' und Ochsensteaks mit Bratkartoffel-Salat gutgehen. Der 'Bayerische Hiasl' war ein vom Volk verehrter und von der Obrigkeit gefürchteter Wilderer und Dieb. In seinem Geburtsort Kissing wird der 'Hiasl' mit einem besonderen Gericht auch heute noch kulinarisch gefeiert - mit einem 'Wilderermenü': Rehfilets, Rehpflanzerl, Bauzen (Nudeln aus Kartoffelteig) und Kohlrabigemüse. In Kirchheim hat sich ein Gasthaus auf Kartoffelgerichte spezialisiert. Gäste lieben vor allem das Cordon bleu, wobei statt eines Schnitzels ein dünner panierter Kartoffelteig die Füllung aus Allgäuer Emmentaler und Schinken umhüllt. Einen Steinwurf von Höchstädt an der Donau entfernt liegt eine viel besuchte Ausflugsgaststätte: Der Küchenchef verwöhnt seine Gäste mit Rehmedaillons und Kartoffelteig-Roulade, gefüllt mit Bärlauch-Pesto. Auch seine elfjährige Tochter hat schon die Liebe zur Küche entdeckt: Ihre Hollerküchl mit frischen Erdbeeren sind ein Gedicht.