Schätze des Islam

Schätze des Islam

Mit dem Auszug von Skulpturen und Objekten aus dem Nordflügel des Pergamonmuseums, beginnen die Vorbereitungen für die Wiederherstellung dieses Hauses als viertem Großprojekt auf der Museumsinsel. 2019 soll dort das Museum für Islamische Kunst - zurzeit in der ersten Etage des Südflügels untergebracht - mit einer neuen Konzeption eröffnet werden. Es ist das einzige Museum für islamische Kunst in Deutschland und hat weltweit einen herausragenden Stellenwert. Dreimal so groß wie jetzt wird es dann sein, über zwei Etagen reichen und so attraktiv aussehen, dass neben den schon erreichten Steigerungsraten - aktuell über 600.000 Besucher jährlich - auch Menschen, die sonst nicht ins Museum gehen, erwartet werden. Schon jetzt birgt das Museum für Islamische Kunst auf der Museumsinsel unglaubliche Schätze: das einzige noch erhaltene Zimmer eines vermögenden Händlers aus Aleppo aus der Zeit um 1600 mit jüdischen, christlichen und islamischen Motiven, Originalgebetsnischen aus Konya und Damaskus, eine Kuppel der Alhambra und Vieles mehr. Fast alle Dynastien - von den frühen Großreichen , die von Spanien bis Persien und Afghanistan reichten, bis hin zu den Moguln in Indien - sind vertreten. Herausragende Kunstwerke aus Elfenbein, Silber und Keramik, Teppiche, Buchkunst und Kalligraphien sind zu sehen, die das Verbindende, aber auch das Unterschiedliche der verschiedenen islamischen Welten deutlich machen. An der Seite des Museumsdirektors Stefan Weber dokumentiert 'Schätze des Islam' die Entwicklung dieses Ausstellungskonzeptes im Jahr 2011. Dazu gehört nicht nur die Diskussion um die Aufstellung des Hauptwerkes des Museums, der riesigen und eindrucksvollen Palastfassade von Mschatta aus dem Ommayadenreich, die Beschaffung von Sponsoren- und Fördergeldern sowie die Aufgabe, einen der reichsten Sammler der Gegenwart dazu zu bewegen, kostbare Kunstwerke nach Berlin zu geben, sondern vor allem auch zusammen mit den Architekten die Planung der zukünftigen Räume.

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