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ARTE Live-TV ARTE Gestern, 19:40 - 20:15 Uhr
ReportagereiheD 201935 Minuten 

70 Tiere hält Ingrid Stephan in ihrem Institut für "Soziales Lernen mit Tieren" - von Hühnern über Schweine und Kaninchen bis hin zu Eseln und Pferden. Jedes Tier hat bestimmte Fähigkeiten, kann Menschen mit Handicaps auf eine andere Art helfen. Die Betroffenen selbst suchen sich aus, mit welchem Tier sie arbeiten wollen. "Tiere sprechen die tiefen Schichten im Menschen an", erlebt Ingrid Stephan immer wieder. Menschen werden kontaktfreudiger, können sich besser konzentrieren, Demenzkranke erinnern sich an längst Vergessenes. Tiere beeinflussen nachweislich Blutdruck und Herzfrequenz. Sie trösten, stimulieren und regen an.

Auch Daniel Hagemeier setzt auf die besonderen Fähigkeiten von Tieren. Der Spürhundeführer aus der Schweiz hat seine beiden Hündinnen auf die Suche nach dem Asiatischen Laubholzbockkäfer trainiert. Der Käfer befällt Bäume und durchlöchert sie unrettbar. Die Hunde können die Larven in einem frühen Entwicklungsstadium riechen und einen Befall frühzeitig erkennen. So kann die Ausbreitung des Käfers gestoppt werden.

Auf den Geruchssinn von Tieren setzt auch Nikola Kezic. Der Bienenexperte und Landwirtschaftsprofessor aus Zagreb trainiert Bienen für die Suche nach versteckten Landminen. "Alleine in Kroatien lagern noch 40.000 Minen im Boden", sagt Kezic. Er arbeitet an zwei Methoden, wie Bienen helfen können, das gefährliche Erbe des Jugoslawien-Krieges aufzuspüren.

Ulf Muuß vom Flughafen Köln/Bonn hat ebenfalls ungewöhnliche Mitarbeiter. Mit Frettchen fängt der Jäger Kaninchen. Die Nager ziehen Greifvögel an und erhöhen so indirekt das Risiko für Vogelschlag.

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