Quo Vadis?

Quo Vadis?

Im Frühjahr des Jahres 64 n. Chr kehrt Kommandant Marcus Vinicius (Robert Taylor) mit seiner siegreichen Legion aus Britannien nach Rom zurück. Vinicius' Onkel Petronius (Leo Genn) genießt das Vertrauen Kaiser Neros (Peter Ustinov); dieser weiß seine erste Gemahlin zu beseitigen, um die buhlerische Poppaea (Patricia Laffan) heiraten zu können. Nero hält sich für einen großen Künstler, und Petronius lässt ihn in dem Glauben. Als Marcus Vinicius der schönen Lygia (Deborah Kerr) begegnet, ist er fasziniert von ihr. Die lygische Königstochter lebt als Geisel in Rom und gehört zu einer Gemeinde von Gläubigen um Paulus von Tarsus (Abraham Sofaer) und Simon Petrus (Finlay Currie), die sich Christen nennen. Auch Lygia fühlt sich zu Marcus Vinicius hingezogen, aber ihr Glaube steht zwischen ihnen. Der junge Römer weiß mit der christlichen Liebesbotschaft nichts anzufangen. Er erreicht zwar, dass Nero ihm die schöne Sklavin schenkt, aber Ursus (Buddy Baer), ein bärenstarker Beschützer, wacht tatkräftig über sie. Der eitle Kaiser lässt sich unterdessen zu immer schlimmeren Machenschaften hinreißen. Als er Rom in Flammen setzen lässt, wendet sich Petronius entsetzt von ihm ab und geht freiwillig in den Tod. Auf den Rat der rachsüchtigen Kaiserin wälzt Nero die Schuld am Brand der Hauptstadt auf die Christen ab. Im Circus Maximus erwartet sie ein schreckliches Schicksal; dort soll der inzwischen ebenfalls festgenommene Marcus mit ansehen, wie seine Geliebte von einem wilden Stier getötet wird. 'Quo Vadis', in über 30 Weltsprachen übersetzt, ist der berühmteste Roman des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz (1846-1916) und trug ihm 1905 den Literatur-Nobelpreis ein. Der lateinische Titel (deutsch: 'Wohin gehst du?') bezieht sich auf eine legendäre Vision des Apostels Petrus vor seinem Märtyrertod in Rom. Mervyn LeRoys aufwendige Verfilmung nutzt vor allem die spektakulären Elemente des Romans, der die wollüstige Welt des römischen Hofes unter Nero mit der geistigen und sittlichen Kraft des jungen Christentums konfrontiert.