Polnische Ostern

Polnische Ostern

Der Rendsburger Bäckermeister Werner Grabosch liebt seine kleine Enkelin Mathilda über alles. Zu dumm nur, dass Mathilda, nach dem tragischen Unfalltod ihrer Mutter, bei ihrem polnischen Vater Tadeusz aufwachsen soll. Grabosch hält nicht viel von Tadeusz. Im Gegenteil. Er muss Mathilda um jeden Preis zurückholen. Sein Plan ist simpel: Damit Tadeusz das Sorgerecht wieder verliert, will er sich in die polnische Familie einschleichen, sie ausspionieren und Beweise sammeln. So fährt der Atheist Grabosch ausgerechnet über die Ostertage in das Herz des polnischen Katholizismus: in den Wallfahrtsort Czestochowa. Anfangs bewahrheiten sich Graboschs schlimmste Befürchtungen: Tadeusz' Neubauwohnung ist in Wahrheit ein Rohbau, und die ganze Familie muss notgedrungen bei der egozentrischen Großmuter Irena leben. Als geheimer Ermittler innerhalb der Familie findet er schnell heraus, dass Tadeusz in dubiose Geschäfte verwickelt zu sein scheint und seine Frau Agnieszka nicht nur extrem religiös ist, sondern auch noch psychische Probleme zu haben scheint. Bald schon hat er genug Beweise, um die Polen beim Jugendamt anzuschwärzen. Spätestens in zwei Tagen wird Mathilda vom polnischen Sozialdienst aus der Familie geholt. Doch zu Graboschs Leidwesen fühlt sich Mathilda immer wohler: Die sensible Agnieszka hilft ihr mit dem Tod ihrer Mutter umzugehen, und Tadeusz kämpft leider auf vollkommen legale Weise um seine Neubauwohnung. Grabosch hat beide zu Unrecht verdächtigt. Zu allem Überfluss erweckt Irena in Grabosch längst verschüttete Gefühle. Grabosch ist zunehmend verwirrt. Beim traditionellen Osterfrühstück fühlt er sich auf einmal seltsam zu Hause. Gegen seinen Willen ist er Teil der neuen deutsch-polnischen Familie geworden. Zu dumm nur, dass ausgerechnet in diesem Moment der polnische Sozialdienst vor der Tür steht. Die bisherige Sommerreihe des Kleinen Fernsehspiels 'Gefühlsecht' geht in er neuen Kinoreihe 'Shooting Stars - Junges Kino im Zweiten' auf.

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