planet e.: Tod im Bienenstock

planet e.: Tod im Bienenstock

Im Sommer 2008 starben am Oberrhein innerhalb weniger Stunden Millionen Bienen. Verantwortlich war offiziell ein technischer Fehler an Saatgutmaschinen, durch den große Mengen eines neuartigen Pflanzenschutzmittels aus der Gruppe der so genannten Neonikotinoide in die Umwelt gelangten. Ein einmaliges Ereignis, sagen die einen. Die Logik eines extrem gefährlichen Pestizids, sagen die anderen. Schon lange stehen die Neonikotinoide im Verdacht nicht nur akut toxisch zu wirken, sondern auch in geringen Dosen das Immun- und Navigationssystem der Nektarsammler zu stören. Im Frühjahr konnten Wissenschaftler des französischen staatlichen Agrarforschungsinstitut INRA diesen Effekt nachweisen - mit der Folge, dass ein Verbot des Pestizids sehr wahrscheinlich ist. In Deutschland dagegen machen Wissenschaftler und Politik eine Milbe für das Bienensterben verantwortlich. Kritiker vermuten, dass ein Grund die Abhängigkeit der Bienenwissenschaftler von Aufträgen aus der Privatwirtschaft ist, zu denen die größten Pflanzenschutzmittelhersteller gehören. Planet e berichtet über die Hintergründe des Bienensterbens, bei dem es nicht nur um die Existenz unseres drittwichtigsten Nutztieres geht, sondern auch um die Milliardenumsätze der Agrarindustrie.

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