planet e.: Grzimeks Erben

planet e.: Grzimeks Erben

Die Serengeti in Tansania ist eines der letzten Paradiese Afrikas: Elefanten baden im Staub und Löwen dösen im Schatten, während weit über eine Million Gnus in einem endlos scheinenden Treck durch die Ebenen ziehen. Es ist die größte Wanderung von Landtieren, die auf unserem Planeten noch existiert. So sah Afrika aus, bevor der Mensch das Antlitz des Planeten massiv verändert hat. Bis heute ist die Serengeti eines der letzten intakten Ökosysteme der Erde. Doch warum blieb dieses Paradies erhalten, während so viele andere zerstört wurden? Das Schicksal der Serengeti ist eng mit Bernhard Grzimek verbunden. Der deutsche Professor und Naturschützer untersuchte gemeinsam mit seinem Sohn Michael in den 1950er Jahren den Bestand und die Wanderungen der Großtiere. Mit ihrer Pionierarbeit leisteten die beiden Grundlegendes für den Schutz der Serengeti. Um auf die Gefährdung des Gebietes aufmerksam zu machen, drehten sie den Film 'Serengeti darf nicht sterben', der sogar mit einem Oscar prämiert wurde. Tragischer Weise wurde der große Erfolg von einem Unfall überschattet - Michael Grzimek stürzte während der Dreharbeiten mit seinem Flugzeug ab und verunglückte tödlich. Die Serengeti blieb weiterhin die große Leidenschaft von Bernhard Grzimek. Jahre später holte er den Schweizer Biologen Markus Borner nach Tansania, um seine Arbeit fortzusetzen - für Borner wurde es eine Lebensaufgabe. Seit 35 Jahren arbeitet und lebt er im Auftrag der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt in der Serengeti. Wie bei Grzimek, der schon von seinem Sohn unterstützt wurde, arbeitet auch Borners Sohn Felix mit im Projekt. Gemeinsam kämpfen sie für den Erhalt der Serengeti. Zu tun gibt es viel: Sie überwachen die Entwicklung der Tierbestände, vor allem der Gnus, aus der Luft. Tierkrankheiten wie Tollwut und Staupe haben viele Opfer gefordert, deswegen werden Impfaktionen durchgeführt. Auch Wilderei fordert einen hohen Tribut. Damit Anti-Wilderer-Patrouillen das riesige Gebiet besser kontrollieren können, unterhält die Zoologische Gesellschaft einen Fuhrpark an Geländewagen.

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