planet e.: Flippers Erben

planet e.: Flippers Erben

'Delfine leiden in Gefangenschaft, ihr Lächeln täuscht' mit dieser Botschaft treten der Wissenschaftsjournalist und Delfinschützer Hans Peter Roth und der ehemalige Flipper' Trainer Ric O'Barry an. In Freizeitparks und Zoos sterben Delfine früher als in freier Wildbahn. Deshalb wollen Roth und O'Barry weltweit so viele gefangene Delfine befreien, wie nur möglich. Und sie sind mit ihrem Protest nicht alleine: Gegen die Delfinhaltung in Gefangenschaft machen immer mehr Menschen mobil - auch in Deutschland: Sie protestieren gegen Delfin-Dressuren mit akrobatischen Kunststücken und lustigen Kapriolen und sie beklagen die oft zu engen und nicht artgerechten Haltungsbedingungen. Zunehmend sehen sich die Betreiber von Zoos und Freizeitparks mit Vorwürfen, Anzeigen und Protestaktionen von Tierschützern konfrontiert. Der Einsatz von Medikamenten, Totgeburten, Unfälle und der Nachschub mit Wildfängen, all das muss aufhören, so die Tierschützer. In Gefangenschaft sind die intelligenten Meeressäuger immer noch Publikumsmagneten und lassen weltweit in Aquarien und Delfinarien die Kassen reichlich klingeln. In Deutschland dagegen, geht die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft weiter zurück. Von den ehemals neun deutschen Delfinarien sind lediglich noch drei übrig und selbst davon soll eines noch in diesem Jahr schließen. Dann werden in Deutschland Delfine nur noch im Duisburger Zoo und im Tiergarten Nürnberg gehalten. Die Befürworter der Delfinarien argumentieren unter anderem mit der 'Delfintherapie' - Heilung von Menschen als Argument für die Haltung der Tiere in Becken. Angebliche Erfolge sind wissenschaftlich nicht belegt, die Therapien aber ein Imagegewinn für die Anbieter, die mächtig unter Druck stehen: 24 Millionen Euro hat der Tiergarten in Nürnberg in eine neue Delfinlagune investiert, um die Haltungsbedingungen der Tiere in Gefangenschaft zu verbessern, denn bislang sind alle Nachzuchtversuche gescheitert.

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