planet e.: Die Weltretter 3.0

planet e.: Die Weltretter 3.0

Sie sind jung und weltweit aktiv: Die Generation Facebook macht mobil. Sie skypen, posten, twittern und organisieren so die erste wirklich globale Jugendbewegung. Ihr Ziel ist ambitioniert: Sie wollen nichts weniger, als unsere Welt retten. Das wollten zirka 180 Regierungschefs und Staatspräsidenten auch schon, vor 20 Jahren, auf der legendären UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro. Doch der Geist von Rio ist längst verflogen, Ernüchterung hat sich breitgemacht. Das Vertrauen in die etablierte Politik haben die jungen Leute schon längst verloren. Sie sind enttäuscht von 20 Jahren UN-Konferenzen, die am Ende so gut wie nichts brachten. Ihnen geht es vor allem um die für ihre Zukunft entscheidende Frage, wie viele der weltweiten Ressourcen noch übrig bleiben werden für diejenigen, die heute jung sind. So besetzt die Generation 3.0 Flughäfen, blockiert Kohlezüge, putzt die Luft sauber und wohnt auf Bäumen, um sie vor der Abholzung zu schützen. Sie macht Politik von unten. Es sind junge Menschen, die mit dem Bus von New York bis Rio de Janeiro fahren, um auf dem für sie fragwürdigen UN-Jubiläumsgipfel, der vom 20. bis 22. Juni 2012, stattfindet, zu zeigen, dass sie um ihren Planeten kämpfen werden. Über drei Milliarden Jugendliche unter 25 leben heute auf der Erde, das sind mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung. Sie sind aufgewachsen in einer Zeit, in der zwar 'Nachhaltigkeit' auf alle möglichen Fahnen geschrieben, in Wahrheit aber eine ökologische Katastrophe nach der anderen hervorgebracht wurde. Die Generation 3.0 kämpft auf ihre Art für nachhaltige Entwicklung, einen schonenden Umgang mit den Rohstoffen dieser Welt, für die Erhaltung der Arten und vor allem für den Klimaschutz. Sie stellt sich an die Spitze der Umweltbewegung, in Deutschland und Großbritannien genauso wie in den USA, Indien, China oder Nigeria. Wie groß die Bewegung ist, sieht man auch an dieser Zahl: In den letzten drei Jahren organisierten die 'Weltretter' zirka 15 000 Aktionen in fast allen Ländern der Erde.

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