Opern auf Bayrisch

Opern auf Bayrisch

"Zwoatausnd Madln zerst verführn und dann auf oamoi Reue spürn?"

Paul Schallwegs bayerisches Pendant zu Mozarts berühmter Oper "Don Giovanni" spielt im oberbayrischen Lenggries, wo der "Graf Hallodri" sein Unwesen treibt und den Damen reihenweise die Köpfe verdreht. Elvira, Elisabeth, Rosmarie...
die Liste der Auserwählten ist lang und wird im "Büachl" feinsäuberlich erfasst.

Die Tragödie nimmt ihren Lauf, als der Graf vom "Koiwe-Vadda" in flagranti dabei erwischt wird, wie er sich an dessen Tochter Annamirl zu schaffen macht. Der "Graf Hallodri" fackelt nicht lange, zückt sein Messer, der "Koiwe-Vadda" bremst zu spät und gibt seinen Geist auf.

Fräulein Annamirls Schwarm namens Ottokar leistet darauf einen lauten Schwur:

"Er gab net eher mehr a Ruah, - und wenn er selber dabei foid - bis daß den Kerl der Deife hoit!"

Text: © Thomas Berg

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