Operation Europa - Mogherini und ihr Masterplan

Operation Europa - Mogherini und ihr Masterplan

Die westliche Wertegemeinschaft wankt, die strategischen Rahmenbedingungen ändern sich. Wie versucht die EU, die Sicherheitsbelange ihrer Bürger zu wahren? Migration, Konflikte, Terrorismus, Cyberkrieg und Kriegstreiberei vor den Türen Europas bilden eine Gemengelage, die nach einer historischen Trendwende in der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik verlangen. Zugleich zeigen das Brexit-Referendum und der Wahlsieg Donald Trumps, dass die Wähler zunehmend für nationalistische und populistische Lösungen empfänglich sind.

Anderthalb Jahre lang begleitete die renommierte Filmemacherin Annalisa Piras die hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini. Mogherini wurde 2015 mit der Ausarbeitung einer "Globalen Strategie für die Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union" beauftragt, an deren Umsetzung sie nun mit hohem Tempo arbeitet. Die Globale Strategie ist der breiten Öffentlichkeit kaum vertraut. Noch geringer ist die Zahl derer, die sie wirklich verstehen.

Der in zweijähriger, europaweiter Zusammenarbeit entstandene Dokumentarfilm führt an unterschiedliche Schauplätzen und zeigt wenig bekannte Initiativen, darunter die Operation "Sophia", bei der erstmals eine EU-Flotte im südlichen Mittelmeer zur Zerschlagung von Schleusernetzwerken und Lebensrettung zum Einsatz kommt, und die zivile Aufbaumission "EUCAP Sahel" in der nigrischen Schleuserhauptstadt Agadez. Er veranschaulicht die komplexen Zusammenhänge zwischen Sicherheit, Migration und Wirtschaftsentwicklung und die Hintergründe, welche die EU zum Umdenken veranlassen. Dazu gehören Gemeinschaftseinsätze im Rahmen der im Lissaboner Vertrag vorgesehenen Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit sowie die engere Zusammenarbeit mit der NATO.

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