Myanmar - ein Land blickt nach vorn

Myanmar - ein Land blickt nach vorn

LänderporträtD  

Es ist wohl einmalig, was derzeit in Myanmar passiert. Vor gut zwei Jahren schwenkte das Land nach 50 Jahren Militärjunta auf einen demokratischen Kurs um. Wie aus dem Nichts heraus, beschloss das Regime, den eisernen Vorhang zu öffnen, der Myanmar Jahrzehnte vom Rest der Welt, ja von der Moderne getrennt hatte. Das südostasiatische Land hat durch die jahrzehntelange Abschottung einen ganz eigenen Zauber bewahrt: Von der traditionellen Kleidung, über die eigene Küche bis hin zu der beeindruckenden Pagodenlandschaft und der britischen Kolonialarchitektur, die das Stadtbild in Rangun auf einzigartige Art und Weise prägen. Doch die Fassaden bröckeln und die ersten dieser historischen Gebäude werden bereits abgerissen. Wird die Millionenmetropole Rangun ihren Charme bewahren können? Oder wird der Einfall ausländischer Investoren die Stadt in einen weiteren gesichtslosen Moloch verwandeln, wie man ihn überall in Südostasien sieht? Die Dokumentation 'Myanmar - ein Land blickt nach vorn' gibt Einblick in ein Land, das derzeit einen historischen Umbruch erlebt. Ein Land, das plötzlich zu einem beliebten Touristenziel wird, ohne jedoch die Infrastruktur dafür zu haben. Autorin Katrin Sandmann trifft Menschen wie den Archivar Aung Aung, der in seiner Galerie Unterlagen von unschätzbarem Wert sammelt. Unterlagen, die die weitgehend unbekannte Geschichte der vergangenen Jahrzehnte illustrieren. Sie wandert mit dem deutschen Reiseführer Tobias Esche durch die historische Altstadt Ranguns und besucht in der alten Königsstadt Bago eine Klosterschule, in der junge Burmesen auf eine Welt vorbereitet werden, von der sie bislang wenig gehört haben.

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