Moonlight Mile

Moonlight Mile

Massachusetts, 1973: Wenige Tage vor ihrer Hochzeit wird die junge Diana Floss zufälliges Opfer eines Mordschützen. Der zukünftige Ehemann Joe Nast fühlt sich aus einem diffusen Treuegefühl heraus verpflichtet, bei seinen Schwiegereltern in spe, Ben und Jojo Floss zu bleiben und steigt sogar halbherzig in das Immobiliengeschäft seines 'Schwiegervaters' ein. Während Jojo ihre Trauer durch Sarkasmus überspielt und Ben sich in seine Arbeit stürzt, um den tragischen Tod seiner Tochter zu verdrängen, will Joe es allen recht machen und niemanden enttäuschen. Deshalb verschweigt er auch ein schwerwiegendes Geheimnis. Als er sich in die junge Barfrau Bertie verliebt, gerät Joe in einen Konflikt, weil er Bens und Jojos Gefühle nicht verletzten will. Schließlich ringt Joe sich zu einem ehrlichen Befreiungsschlag durch und löst damit einen Knoten: Für vier Menschen gibt es wieder Hoffnung auf einen Neuanfang. In 'Moonlight Mile', seinem dritten Spielfilm nach 'Casper' und 'City of Angels' ('Stadt der Engel'), beweist Brad Silberling erneut seine Sensibilität für psychologisch vielschichtige Themen. Mit einem lakonischen, fast humorvollen Ton geht er auf ein tragisches Erlebnis ein und präsentiert eine fulminante Mischung aus Komödie und Tragödie. Oscar-Preisträger Dustin Hoffman, Susan Sarandon und Holly Hunter zeigen einen feinsinnigen Umgang mit Trauer und Verlust, Loslassen und Neuentdecken der Liebe. Silberlings eigene leidvolle Erfahrungen - seine Freundin Rebecca Schaeffer wurde 1989 von einem Fan ermordet - verleiht der Tragikomödie zusätzliche Glaubwürdigkeit und atmosphärische Dichte. Ein optimistisches Bekenntnis zur Wahrhaftigkeit und zum Leben.

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