Monga - Gangs of Taipeh

Monga - Gangs of Taipeh

Gleich am ersten Schultag in Monga, einem alten Vergnügungsviertel von Taipeh, wird dem 17-jährigen Mosquito (Mark Chao) schmerzlich bewusst, dass hier das Recht des Stärkeren gilt. Mit dem Mut der Verzweiflung setzt er sich gegen eine Übermacht brutaler Rüpel zur Wehr, die von ihm Schutzgeld erpressen wollen. Der Neue stellt sich dabei geschickt an und gewinnt die Anerkennung von Dragon Lee (Rhydian Vaughan), dem Sohn des hiesigen Unterweltbosses. Zum ersten Mal hat der vaterlos aufgewachsene Teenager Freunde, die sich für ihn einsetzen. Gemeinsam mit Dragon Lee und dessen Gang macht er nun die Straßen unsicher. Beim obligatorischen Bordellbesuch verliebt er sich in die schöne Prostituierte Ning (Chia-yen Ko), die von den anderen wegen einem blauen Auge gemieden wird. Schneller als ihm lieb ist, lernt Mosquito auch den blutigen Alltag des Bandenwesens kennen. Von nun an gibt es kein Zurück mehr, zu tief steckt er in der rigiden Organisation alteingesessener Clans, die seit Generationen die Stadt unter sich aufgeteilt haben. Deren fest gefügte Ordnung steht Anfang der 80er Jahre vor dem Umbruch. Chinesen vom Festland unterwandern das Geschäft, und dabei setzen sie Feuerwaffen ein, die in der archaischen Unterwelt von Taipeh verpönt sind. Ausgerechnet Mosquitos bester Freund Monk (Ching-Tien Juan) lässt sich von der Gegenseite anwerben. Als sich herausstellt, dass deren Anführer Grey Wolf (Chen-zer Niu) Mosquitos Vater ist, nimmt das Drama seinen Lauf. Das furios choreografierte Action- und Gangster-Drama erzählt mitreißend von Initiation, Freundschaft und Verrat. Regisseur Chen-zer 'Doze' Niu, der als cooler Gangsterboss selbst vor der Kamera steht, erweist sich als Feinmechaniker, der einschlägige Vorbilder des fernöstlichen Martial-Arts-Kino geschickt variiert. Die Massenkeilereien der Straßengang erinnern in ihrer tänzerisch-ästhetisierten Inszenierung an die 'West Side Story'. Seinen sorgsam gezeichneten Figuren gesteht der Film mehr Gefühle zu als in diesem Genre üblich.

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