Mit dem Zug von San Francisco nach Chicago

Mit dem Zug von San Francisco nach Chicago

Eine Fahrt mit dem 'California Zephyr' ist der amerikanische Eisenbahnklassiker schlechthin. Der Zug, benannt nach dem mythologischen Gott des Westwindes, rollt von der San Francisco Bay quer durch die USA nach Chicago - 4.000 Kilometer in 54 Stunden. Die Fahrt durch sieben Bundesstaaten gilt als eine der schönsten in den USA. Ausgehend von Emeryville bei San Francisco führt die Route über Sacramento, wo einst ganz in der Nähe der Goldrausch in Kalifornien ausbrach. Bald darauf muss der Zug die Gebirgskette der Sierra Nevada überwinden. 9.000 Chinesen bauten die Strecke über den Donner Pass. Der Pass ist benannt nach der Donner Party, einem Siedler-Treck, der 1846 in der Sierra Nevada vom Winter überrascht wurde. Die Strecke führt weiter über Reno nach Elko. Am nächsten Tag hält der Zug in Glenwood Springs in Colorado. Der 'California Zephyr' schlängelt sich nun durch atemberaubende Canyons die Rocky Mountains hinauf. Auf gut 2.800 Meter ist im Moffat-Tunnel der Scheitelpunkt der Strecke erreicht. Jetzt geht es bergab nach Denver, etwa auf der Hälfte der Strecke gelegen. Nun führt die Reise durch den Mittleren Westen. Diese riesige Gegend ist der 'Brotkorb der Nation'. Filmautor Alexander Schweitzer besucht eine Farm, auf der deutsche Pferde für den US-Markt trainiert werden. Außerdem geht Schweitzer in Omaha in das Theater, in dem einst Henry Fonda seine Karriere begann. In Des Moines lernt er, wie Präsidenten gemacht werden. In Burlington wohnt er einem sehr kurvenreichen Radrennen bei. Hier überquert der 'California Zephyr' den Mississippi, den Grenzfluss zwischen Iowa und Illinois. Vor den Toren Chicagos besucht Alexander Schweitzer noch das ehemalige Gelände der Firma Pullman. Hier wurden einst Waggons des legendären Orient Express gebaut.

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