Mit dem Zug durch Indiens Blaue Berge Mit dem Zug durch Indiens Blaue Berge

Mit dem Zug durch Indiens Blaue Berge

ARD-alpha Live-TV ARD-alpha 26.09., 18:30 - 19:15 Uhr

Im Südwesten des indischen Subkontinents beeindrucken die Nilgiriberge, die 'Blauen Berge', durch ihre unberührte, wildromantische Landschaft. Auf einer Höhe von mehr als 2.000 Metern ist es im Sommer angenehm kühl. Hier leben noch wilde Elefanten und Wasserbüffel. Dank der hohen Niederschlagsmenge gedeihen Teebüsche in den weiten Gebirgstälern besonders gut. Herrliche Teeplantagen prägen daher das Bild. Früher wurde der Tee mit der Nilgiri Mountain Railway abtransportiert. Hauptsächlich jedoch wurde die Strecke für britische Kolonialherren und indische Adlige gebaut. Sie verbrachten die Sommermonate in den angenehm kühlen Bergen. Hotels im Kolonialstil legen noch heute davon Zeugnis ab. Die Endstation auf einer Höhe von mehr als 2.300 Metern ist Udhagamandalam (englisch: Ooty) und wird ehrfurchtsvoll 'Queen of Hillstations' genannt. Heute zuckelt der indische Mittelstand im Touristenzug die Berge hinauf. Die einzige dampfbetriebene Zahnradbahn Indiens hat ihren Ausgangspunkt am Fuße der Nilgiriberge in Mettupalayam auf einer Höhe von 350 Metern. Hier beginnt der 2.000 Meter hohe Aufstieg. Einmal am Tag fährt der 'Toy Train', wie die Inder ihren Zug gerne nennen. Die Strecke ist 46 Kilometer lang. Sie führt durch 16 Tunnels und über 250 Brücken. Die Fahrzeit beträgt etwa 4,5 Stunden, es können aber auch sechs Stunden werden. Die Nilgiri Mountain Railway ist wohl einer der langsamten Züge Indiens. Modernisiert wurde die Nilgiri-Bergbahn nie und deshalb 2005 in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen. Die Reise mit ihr findet daher noch wie vor 100 Jahren statt, denn die Bahn muss bleiben wie sie ist und darf nicht modernisiert werden.

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