Mich hätten Sie sehen sollen

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Schauspiel 

In einem Altersheim für Bühnenkünstler kommt man auf die Idee, den Geburtstag der Diva mit der Aufführung einer Operette zu feiern. Die Altstars drängen sich um die besten Rollen, jeder will noch einmal brillieren, will ganz oben im Rampenlicht sein. Gespielt wird "Victoria und ihr Husar" von Paul Abraham, gesungen wird so recht und schlecht. Schließlich kommen die Künstler mehrheitlich von Sprechbühnen.
Mit Verve und Vergnügen stürzen sich alle in die Operettenhandlung von der Diplomatengattin Viktoria, der in Japan ihre große romantische Jugendliebe, der fesche Husarenrittmeister Koltay, überraschend wieder begegnet. Er hatte als tot gegolten. Koltay ist fassungslos, die Geliebte als Frau eines andern zu finden. Als Victoria ihrem Mann nach Petersburg folgt, reist Koltay ihnen nach. Dort wird er von Russen verhaftet. Der letzte Akt spielt in einem ungarischen Dorf, der Heimat Victorias. Sie hat sich von ihrem Mann getrennt. Bei einem Weinlesefest, als drei Brautpaare nach altem Brauch verheiratet werden sollen, findet Victoria ihren Koltay wieder. Dem glücklichen Ende steht nichts mehr im Weg.
Dass die Vorstellung im Altersheim nicht ohne Pannen und Verwicklungen abgeht, versteht sich von selbst. Immer wieder spielen die "Privatismen" der schrullig gewordenen alten Mimen in die Handlung hinein, alles in allem haben sie aber ihr großes Fest gefeiert. Mit: Alexander Trojan, Alma Seidler, Gusti Wolf, Fred Liewehr, Richard Eybner, Paul Hörbiger uva. Österreich 1977

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