Margot Käßmann - mitten im Leben

Margot Käßmann - mitten im Leben

Das frühgeborene Kind im Inkubator umgeben von Schläuchen und modernster Technik. Das ist für Margot Käßmann ein Sinnbild für Karfreitag, weil einem dort die Überlebensfrage sehr hautnah berührt. An diesem Feiertag besucht die Theologin das Virchow-Klinikum der Charite in Berlin- Wedding und geht dort auf die Frühgeborenenstation. Dort lernt Margot Käßmann Ines Linck kennen, die hier vor 7 Jahren hier Drillinge zur Welt gebracht hat. Emy Marie und Benjamin sind kurz nach ihrer Geburt gestorben. Maximilian hat mit einigen Behinderungen überlebt. Eine traumatische Situation für Ines Linck und ihren Mann Thomas, die auch nach Jahren immer noch sehr präsent ist und ihr Leben entscheidend verändert hat. Die Schuldgefühle, die Schwangerschaft nicht normal beendet zu haben, beschäftigt sie noch heute. Aber auch die beängstigende Situation in den ersten Tagen danach, als sich Emy Maries gesundheitlicher Zustand dramatisch verschlechterte und auf ihrer Brust liegend verstorben ist. Genauso wie Sohn Benjamin, der bis zur 28. Schwangerschaftswoche überleben konnte, bis zu dem Tag, den sich Ines Linck so sehnlich gewünscht hat, nämlich den errechneten Geburtstermin ihrer Drillinge. Margot Käßmann begleitet die Familie in die verschiedenen Stationen der Neonatologie der Virchower Klinik. Sie treffen dort Prof. Dr. Christian Bührer, der für Ines Linck und ihren Mann in der schwierigen Zeit ein wichtiger Ansprechpartner in medizinischen und ethischen Fragen war, Kerstin von der Huden von der Elternberatung, die sie in dieser extremen Ausnahmesituation beriet und Schwester Katrin Genz, die über die Jahre zur Vertrauensperson und zur Taufpatin von Max wurde. Dabei interessiert Margot Käßmann, inwieweit die Familie den Verlust der beiden Kinder und die Behinderung von Maximilian verarbeiten konnte und welche neuen Lebensperspektiven sich aus der dramatischen Situation bis heute entwickelt haben.

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