mareTV: Feuerland - Fjorde, Gletscher, Pinguine

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Der Archipel Feuerland bildet die südliche Spitze des amerikanischen Kontinents. Er ist eine grandiose Inselwelt zwischen Patagonien und der Antarktis. Wer hier lebt, muss die Einsamkeit lieben. An der Einfahrt zur Magellanstraße, am östlichsten Zipfel Chiles, leben wenige Abenteurer. In rostigen Wellblechhütten trotzen sie der kargen Landschaft und dem wütenden Wind, manche von ihnen tragen Taucherbrillen gegen die Brise. Ihre einzigen Nachbarn sind zwei junge Marinesoldaten, die am Cabo Dungeness den Leuchtturm betreiben, und Zigtausende von Pinguinen. Sie haben Mike Bingham angelockt. Der britische Forscher lebt über Wochen bei den brütenden Vögeln, gibt es hier doch die größte Pinguinkolonie außerhalb der Antarktis. Etwas weniger beschaulich geht es in Punta Arenas zu, mit über 100.000 Einwohnern die größte Stadt des chilenischen Teils Patagoniens. Hier lebt Franco Ayarza. Er ist Wracktaucher und hat unzählige Schätze geborgen. Seine spektakulärste Entdeckung machte er allerdings weit weg von seiner Heimat. Das deutsche Kriegsschiff „Dresden“ lag bei den Robinson-Crusoe-Inseln; nicht ohne Stolz zeigt Ayarza die Tuba der Bordkapelle. Mit der Fähre geht es von Punta Arenas vorbei an unzähligen Fjorden bis nach Puerto Williams, die südlichste Siedlung vor dem legendären Kap Horn. Hier leben die letzten Feuerland-Indianer. In gerade mal fünfzig Jahren hatten weiße Siedler die Indianer fast vollständig ausgerottet, wie auch die Seelöwen, die sie als Köder zum Krabbenfang nutzten. Die Krabbenfischerei ist immer noch ein wichtiger Wirtschaftszweig in Feuerland und Patagonien, die Seelöwen aber sind heute geschützt und Teil der spektakulären Natur am Ende der Welt.

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