mare TV - Galicien

mare TV - Galicien

Natur und UmweltD  

Galicien ist für Überraschungen gut: Hier gibt es schroffe Felsküsten, häufig Nebel und Dudelsäcke - nicht gerade das, was man gemeinhin mit Spanien verbindet.

In der Region im Nordwesten der Iberischen Halbinsel leben Menschen mit keltischen Wurzeln und südländischer Lebensart und Wildpferde, die mit bloßen Händen gebändigt werden. "mareTV" stellt die Region und ihre Bewohner vor.

Das Filmteam besucht unter anderem Einheimische von Galicien, manchmal schroffe, aber liebenswerte Eigenbrötler. Auf der Isla de Ons leben nur fünf Bewohner, alle sind auf der kleinen Insel aufgewachsen und über 60 Jahre alt. Mit dem hektischen Treiben auf dem Festland wollen sie nicht allzu viel zu tun haben. Sie gehen lieber auf Tintenfischfang - so wie vor 100 Jahren.

Die Galicier sind stolz auf den Artenreichtum ihres Meeres. Die Miesmuscheln aus den Küstengewässern gelten als die besten der Welt. In dem idyllischen Küstenort Cambados treffen sich jeden Morgen 250 Frauen des Ortes, um mit Harken und Eimern bewaffnet gemeinsam ins Watt zu ziehen - auf Muschelsuche. In den Bergen nahe der Küste leben noch Wildpferde. Einmal im Jahr treiben hart gesottene Gallegos die Tiere zusammen und bändigen sie mit ihren bloßen Händen - ganz ohne Lasso.

Glaube und Aberglaube spielen noch heute in Galicien eine Rolle. In vielen Ecken der Region sind keltische Riten verbreitet. Gute Hexen, die Meigas, helfen angeblich vielen Gallegos bei Zipperlein und Ungemach. Und auf fast allen Festen ist die Gaita zu hören, der galicische Dudelsack.

Außerdem begleitet "mareTV" einige Pilger auf dem berühmten Jakobsweg. Für viele von ihnen endet er nämlich nicht in Santiago de Compostela, sondern an der galicischen Steilküste: in Cabo Fisterra, dem "Ende der Welt". Hier verbrennen die Gläubigen am Ziel ihres beschwerlichen Marsches traditionell ihre Wanderkleidung am Fuße des Leuchtturms - gar nicht so einfach bei Wind und Wetter.

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