Manege frei für schwere Fälle

Manege frei für schwere Fälle

Sarah steht vor einer großen Herausforderung: Ein Jahr lang wird die 14-Jährige fern von Eltern und Freunden in einer Zirkusschule leben. Wie viele andere Kinder in Deutschland hatte auch Sarah Probleme. Sie wurde in der Schule gemobbt, weil sie anders war als ihre Klassenkameraden, und beginnt sich selbst zu verletzen. Sie hat kein Selbstwertgefühl mehr, 'kann nicht oben bleiben', wie sie sagt. Beim Circus UBUNTU in Horst, Schleswig-Holstein, soll Sarah eine Auszeit bekommen. Es ist ein sozialpädagogisches Projekt für Kinder, die wegen Auffälligkeiten als unbeschulbar gelten. Hier wohnen sie in kleinen Zirkuswagen und müssen strenge Regeln befolgen: kein Fernsehen, Computer oder Handy dafür ein klar strukturierter Tagesablauf mit Akrobatik und Jonglage, Schulunterricht und Handwerksarbeiten. Sarah will durch den Kinderzirkus wieder selbstbewusster werden, zu sich und ihrem Körper wieder Vertrauen fassen. Dafür braucht sie Disziplin, hartes Training und Überwindung. Denn am Ende des Jahres steht eine große Zirkustournee an mit einem Auftritt vor mehreren Hundert Zuschauern. Rainer Blank und Marco Lange haben Sarah ein Jahr lang mit der Kamera begleitet.

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