makro: Zukunft am Golf

makro: Zukunft am Golf

Dubai hat den Glanz, Abu Dhabi die Macht und das Geld. Auf diesen knappen Nenner lässt sich das Verhältnis der beiden bedeutendsten Emirate am Golf zusammenfassen. Zwischen den Nachbarländern tobt seit Jahren ein Konkurrenzkampf um Prestige und Touristen, Passagiere und Profit. Gleichzeitig versuchen sich beide Länder auf die Zeit nach dem Öl einzustellen. Im Schatten gigantischer Bauprojekte sind in der Wüste mit Hilfe der sprudelnden Ölmilliarden neue Wirtschaftszweige entstanden. So baut Abu Dhabi nicht nur eigene Kriegsschiffe, Spionage-Satelliten und Drohnen - die Scheichs planen sogar einen Weltraumbahnhof für die bemannte Raumfahrt. Das Know How für Projekte wie dieses soll langfristig aus den eigenen Reihen kommen. In den Emiraten hat man Bildung ganz oben auf die Agenda gesetzt, mit 'Petrodollars' subventionierte Universitäten sprießen aus dem Boden. Doch nach dem Studium fehlen den Absolventen häufig geeignete Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft. Und die begehrten Jobs im Staatsdienst sind rar, der Beamtenapparat ist schon jetzt vielerorts hoffnungslos aufgebläht. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in den Emiraten bei rund 30 Prozent, und die Bevölkerung wird sich bis 2020 fast verdoppeln. Das birgt sozialen wie wirtschaftlichen Sprengstoff. Das Wirtschaftsmagazin 'makro' fragt nach der Zukunft am Golf.

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