makro: Heilige Geschäfte

makro: Heilige Geschäfte

Erotische Literatur im Buchsortiment des Weltbild-Verlags sorgt für Aufregung unter Deutschlands Bischöfen. Immerhin gehört der Medienkonzern der katholischen Kirche selbst. Das Angebot passt allerdings nicht zu den eigenen ethischen Ansprüchen. Jetzt soll der Verlag verkauft werden. Ein schwerer Schritt, denn das Großunternehmen Kirche finanziert sich zwar in erster Linie aus Kirchensteuern und Subventionen. Aber auch mit Firmenbeteiligungen, Immobiliengeschäften und Geldanlagen beweisen die Kirchenleute viel Geschäftssinn. 1,3 Millionen Menschen in Deutschland allein arbeiten im Auftrag der evangelischen und katholischen Kirche - vor allem in den sozialen Hilfswerken Caritas und Diakonie. Auch wenn die Zahl der Kirchenmitglieder in Deutschland abnimmt, sind die beiden großen Konfessionen nach wie vor wichtige Dienstleister mit Angeboten in vielen Bereichen. Das 3sat-Wirtschaftsmagazin 'makro' untersucht die 'Heiligen Geschäfte'. Dabei liegt zwischen theologischem Anspruch und ökonomischer Wirklichkeit oft nur ein schmaler Grat.

Bewertung

0,0   0 Stimmen