makro: Aufbruch in Äthiopien

makro: Aufbruch in Äthiopien

Äthiopien boomt - zumindest auf seinen Baustellen. Nicht nur in der Hauptstadt Addis Abeba, sondern auch in den Provinzstädten entstehen Hochhäuser, Wohnanlagen und Straßen. Trotz des Baubooms und der voranschreitenden Industrialisierung ist Kaffee aber immer noch die wichtigste Einnahmequelle. Jeder vierte Äthiopier lebt vom Kaffee. Kaffeebauer Suge ist Vater von zehn Kindern und deshalb in seinem Dorf hochangesehen. Bei der jährlichen Ernte in seinem Kaffeewald muss die ganze Familie helfen. Sein Kaffee ist als Fairtrade-Produkt ausgezeichnet. Suges großer Wunsch ist es, dass seine Kinder regelmäßig zur Schule gehen können und dass eines Tages sein Haus ans Stromnetz angeschlossen ist. Dass Bauern wie Suge draußen auf dem Land faire Preise für ihre Kaffeebohnen erhalten, dafür sorgen die ECX, der Ethiopian Commodity Exchange, und ihre Chefin, die weltgewandte Eleni. Sie hat die einzige Warenbörse ihrer Art in Afrika auf den Weg gebracht. Nun träumt Eleni von einer Warenbörse für ganz Afrika. Diese Idee unterstützt auch Äthiopiens Regierung, die das Agrarland zu einem exportstarken Industrieland entwickeln will. Jürgen Natusch hat auf seiner Reportagereise für das 3sat-Wirtschaftsmagazin 'makro' ein Äthiopien jenseits von Dürre, Hunger und Krankheit erlebt. Vielmehr herrscht Aufbruchsstimmung am Horn von Afrika. Seit fünf Jahren wächst die Wirtschaft zweistellig, und das ostafrikanische Land überrascht mit einer ungeheuren Dynamik. So wie sich einst die asiatischen Tigerstaaten ihren Wohlstand erarbeitet haben, soll sich auch in Äthiopien eine Gesellschaft ohne Armut herausbilden. Ehrgeizige Pläne am Horn von Afrika.

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