makro: Arktische Schatzsuche

makro: Arktische Schatzsuche

Rund um den Nordpol werden die letzten noch unerschlossenen Rohstoff-Reserven der Erde vermutet. Der Klimawandel weicht den Eispanzer im Norden zunehmend auf, der Zugang zu den erhofften Schätzen scheint in Reichweite zu rücken. Lange hatten die Grenzen im Eismeer kaum Bedeutung. Heute dagegen streiten sich die arktischen Anrainerstaaten Russland, Norwegen, Dänemark, Kanada und die USA um mehrere Gebiete im Arktischen Ozean. Die Militärpräsenz wird ausgebaut, es wird vermessen und kartografisiert. Denn wer wissenschaftlich nachweist, dass der eigene Festlandsockel sich unter der Eiskappe fortsetzt, kann dort künftig Rohstoffe abbauen. Die Zeit drängt: 2013 müssen die Staaten ihre Gebietsansprüche bei den Vereinten Nationen anmelden. In der Vergangenheit galt die Schatzsuche in der Arktis als zu teuer und zu aufwendig. Doch jetzt graben sich Bergbau-Unternehmen immer weiter in die arktische Wildnis vor. Kanadisches Eisenerz beispielsweise soll bei den einheimischen Inuit für Arbeitsplätze und Aufschwung sorgen und zugleich den Stahlhunger der europäischen Autoindustrie bedienen. Es geht aber auch um Gold, Zink, Erdgas und vor allem um Öl: Der arktische Kontinentalsockel könnte eines der größten Öl-Fördergebiete der Erde werden. Mehr als 20 Prozent der weltweit bisher unentdeckten, abbaubaren Vorräte werden dort vermutet. Grönland ist bei der Ölsuche im Meer mit Probebohrungen bereits vorgeprescht, getrieben vom Wunsch nach wirtschaftlichem Wohlstand und politischer Unabhängigkeit von Dänemark. Erste Funde machen tatsächlich Hoffnung auf mehr. Russland wiederum beansprucht gut die Hälfte der Region für sich allein: Als Folge des Klimawandels könnte das wirtschaftliche Machtzentrum der Welt künftig am Polarmeer liegen. Die 'makro'-Dokumentation 'Arktische Schatzsuche' zeigt, wie sich die Staaten rund um den Nordpol in Stellung bringen.

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