makro: Anpfiff in Warschau

makro: Anpfiff in Warschau

Polen ist momentan die größte Baustelle Europas. Bis zum Anpfiff der Fußballeuropameisterschaft am 8. Juni in Warschau laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Bis dahin sollen allein 1.000 neue Autobahnkilometer und 2.000 Kilometer Schnellstraße fertig sein. Etwa 20 Milliarden Euro steckt Warschau in den Ausbau von Straßen, Flughäfen und Bahnhöfen. Polen will sich im Sommer als modernes europäisches Land präsentieren. EM-Mitveranstalter Ukraine dagegen gerät immer mehr ins Hintertreffen. Abseits der neu gebauten Stadien blickt Europa auf ein stark reformbedürftiges Land. Veraltete Industrie, hohe Inflation, Korruption und Cliquenwirtschaft schrecken Investoren ab. Und nicht erst seit der Inhaftierung der ehemaligen Regierungschefin Julija Timoschenko zweifelt Europa an der demokratischen Rechtssicherheit in der Ukraine. Polens Wirtschaft dagegen gilt nicht nur als die stärkste Osteuropas, Warschau hat sich zu einem konjunkturellen Motor in der EU entwickelt. Was macht das Erfolgsrezept aus? Polen hat eine breit aufgestellte Exportwirtschaft, solide Banken und eine konsumfreudige Bevölkerung. Das 3sat-Wirtschaftsmagazin 'makro' wirft einen Blick auf Polen und die Ukraine - zwei ungleiche Nachbarn als Gastgeber von Europas größtem Fußballspektakel.

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