Magische Gärten: Die schwimmenden Gärten von Amiens Magische Gärten: Die schwimmenden Gärten von Amiens Magische Gärten: Die schwimmenden Gärten von Amiens Magische Gärten: Die schwimmenden Gärten von Amiens Magische Gärten: Die schwimmenden Gärten von Amiens

Magische Gärten: Die schwimmenden Gärten von Amiens

ARTE Live-TV ARTE 13.03., 17:10 - 17:40 Uhr
Doku-ReiheF 201730 Minuten 

Nicht weit vom Zentrum der nordfranzösischen Stadt Amiens durchziehen Hunderte kleine Inseln die Somme: Die sogenannten Hortillonnages, vom spätlateinischen "hortellus" , bilden gemeinsam eine Gartenfläche von fast 300 Hektar. Wohl seit dem 15. Jahrhundert werden diese Inseln landwirtschaftlich genutzt. Über Jahrhunderte versorgten rund eintausend Obst - und Gemüsebauern, die Hortillons, die Stadt Amiens mit Lebensmitteln. In ihrer Blütezeit wurden die Erzeugnisse sogar nach London exportiert.

Seit den 50er Jahren aber geht die lokale Produktion zurück, und es gibt immer weniger Hortillons. Einige der landwirtschaftlichen Flächen wurden in Ziergärten umgewandelt, andere ganz aufgegeben. Zum Schutz der gefährdeten schwimmenden Gärten wurde ein Kanalnetz von 65 Kilometer Länge gegraben und die Inselböden wurden erhöht. Die Uferböschungen müssen regelmäßig überwacht und gepflegt werden, um zu verhindern, dass das Wasser die Gärten zurückerobert. Seit 2010 werden manche Parzellen im Rahmen eines Festivals der Maison de la Culture d'Amiens von Künstlern neu gestaltet. So erfinden sich die Hortillonnages immer wieder neu: von der Torfgewinnung ganz zu Anfang bis zu den heutigen Landschaftsgärten.

Noch in den 70er Jahren waren die Gärten von der rasanten Verstädterung bedroht, unter anderem durch eine geplante Autobahn. Heute weiß die Stadt den hohen Wert einer solchen grünen Lunge mitten in der Stadt zu schätzen.

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Mitwirkende

  • Regie Lelio Moehr