Luther Allison & Band
Für die Blues-Fans in Ostdeutschland war es eine Offenbarung, als im Oktober 1987 ein echter amerikanischer Gitarrenfeuerwerker die Bühne der Berliner Seelenbinder-Halle betrat. Luther Allison, wuchs in Chicago in einer Familie auf, in der Gospelgesang zum Alltag gehörte. Die musikalischen Einflüsse seiner Umgebung saugte er geradezu auf. Besonders die Authentizität der Bluesbarden Muddy Waters und Sonny Boy Williamson begeisterte ihn. In den Bands der stilprägenden Gitarristen Feddy King und Otis Rush jammte er und verfeinerte dabei sein Gitarrenspiel. Die unbändige Energie seiner Gitarrenattacken und sein soulgetränkter Gesang sicherte dem 30-jährigen Allison einen Plattenvertrag bei Motown, dem führenden Label afroamerikanischer Musik Anfang der 70er-Jahre. Es war die Liebe des europäischen Publikums zum Blues, die ihn dazu bewog, nach Paris überzusiedeln und von dort aus den alten Kontinent mit unzähligen Konzerten zu bespielen bis zu seinem viel zu frühen Tod im August 1997. Besonders sein zupackendes rockorientiertes Gitarrenspiel, die funkigen Rhythmen und sein souliger Gesang begeisterte auch das Publikum in der Berliner Seelenbinder-Halle.