Lisa Batiashvili und Sir Simon Rattle

Lisa Batiashvili und Sir Simon Rattle

Klassische MusikD  

Die vom Publikum und von der Fachwelt für ihre Virtuosität und ihr Einfühlungsvermögen geschätzte georgische Geigerin Lisa Batiashvili hat mittlerweile enge und beständige Beziehungen zu einigen Weltklasse-Orchestern, darunter die Berliner Philharmoniker. Bei den diesjährigen Baden-Badener Osterfestspielen spielt sie das Violinkonzert a-Moll op. 53 von Antonin Dvorak. Der 1841 in Böhmen geborene Dvorak komponierte es auf Anregung seines Verlegers in den Jahren 1879/80 und widmete es dem seinerzeit ebenso berühmten Geiger Joseph Joachim. Die Uraufführung fand 1883 in Prag statt, vier Jahre nachdem Joachim Brahms' Violinkonzert aus der Taufe gehoben hatte. Heute gilt Dvoraks Violinkonzert mit dem slawischen Kolorit als ein Meilenstein der Gattung. Unvergleichlich, wie die Solovioline und das Orchester miteinander konzertieren, mal verschmelzen, mal konkurrieren. Am Anfang stehen zwei der berühmten Slawischen Tänze von Dvorak. Im zweiten Teil spielen die Berliner Philharmoniker Bela Bartoks Konzert für Orchester, eines der am brillantesten instrumentierten Musikstücke der klassischen Moderne. Bartok komponierte es 1943 im Alter von 62 Jahren, kurz nach seiner Flucht vor dem Zweiten Weltkrieg aus Ungarn in die USA. Ein Jahr später wurde das Stück vom Boston Symphony Orchestra unter Sergej Kussevitzky mit großem Erfolg uraufgeführt. Das Konzert für Orchester ist eine von Bartoks beliebtesten Kompositionen - ein Meisterwerk: voller Schmerz, voller Sehnsucht, voller Hoffnung, bis zum Rande angefüllt mit Wahrheit.

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