Landleben in Hessen

Landleben in Hessen

Die Bewohner des Stadtkerns von Allendorf haben sich einer alten Tradition verschrieben: Sie feiern jedes Jahr im August ein großes Erntedankfest - und das seit 1858. Wochen vor dem Fest muss mit der Sense speziell gezogenes Getreide geerntet und eingebracht werden. Das wird von Hand zu Girlanden geflochten, manche bis zu hundert Meter lang. Wenn sie hängen, wird ein riesiges Fest gefeiert, zu dem jedes Jahr viele Gäste kommen, darunter auch Allendörfer, die hierfür aus aller Welt wieder nach Hause reisen. Im Festzug werden Erntekranz und Erntekrone durch die Stadt getragen. Unbedingt dazu gehört auch das Allendörfer 'Nationalgericht': Spanisch Fricco, ein Eintopf aus Fleisch, Zwiebeln, Schmand, Kartoffeln und einer Menge Pfeffer. Odershausen nahe Bad Wildungen hat sein ganz eigenes Rezept, um Besuchern das Landleben schmackhaft zu machen: Wenn der Duft von Schepperlingen durch das Museum zieht, dann bilden sich lange Schlangen vor der Küche. Im lebendigen Museum Odershausen funktioniert noch alles. Fünfmal im Jahr sind die Türen geöffnet. Jeder Museumstag steht unter einem anderen Motto, und aus jeder Familie des Dorfes ist eine helfende Hand dabei, etwa um zu zeigen, wie Schafe geschoren und Wolle daraus gewonnen wird. Die Lindenmühle von Burguffeln dagegen ist kein Museum, aber ihr Besitzer setzt trotzdem alles daran, die stillgelegte Wassermühle wieder dazu zu bringen, Korn zu Mehl zu mahlen. Wie Landleben heute aussehen kann, zeigt der Film außerdem am Beispiel eines Reiterhofes in der Rhön und einer Ziegenbäuerin bei Rotenburg, die aus der Milch ihrer sechzig Tiere ein vielfältiges Käseangebot herstellt.

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