Kulturkrieger in Gaza

Kulturkrieger in Gaza

Gaza wird oft als größtes Gefängnis der Welt bezeichnet. 'Hier lebt eine ganze Generation ohne Hoffnung', erzählt der Schriftsteller Atef Abu Saif der Reporterin Katrin Sandmann. 1,7 Millionen Palästinenser drängen sich auf einer Fläche, die ungefähr so groß wie Bremen ist. Sie sind regelrecht eingeschlossen zwischen Israel und Ägypten. Der Flughafen existiert nicht mehr, das Mittelmeer wird von der israelischen Marine überwacht, nach Israel einreisen darf fast niemand. Die islamistische Hamas Regierung, nicht eben Freunde der Meinungsfreiheit, befindet sich in einer Art bewaffneter Dauerfehde mit Israel, erst jüngst lag Gaza wieder tagelang unter israelischem Bombardement, nachdem militante Palästinenser zuvor Israel mit einem wahren Raketenhagel überzogen hatten. Wenn künstlerische Inspiration sich also aus Meinungs- und persönlicher Freiheit nährt, arbeiten die Künstler in Gaza unter denkbar schlechten Ausgangsbedingungen. Umso erstaunlicher, dass Katrin Sandmann sich kaum retten kann vor Einladungen zu Vernissagen, Theaterpremieren und spontanen Kunstevents. In einem völlig überfüllten Flüchtlingslager wird sie Zeugin der ersten Kinoproduktion im Gazastreifen. Und sie lernt von 'Gaza Parkour', wie man trotz allem Mauern überwindet.

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