Kühle Schönheiten - Alpenseen

Kühle Schönheiten - Alpenseen

LandschaftsbildDeutschland  

Aufgefaltet vor Jahrmillionen durch Erdplatten, die aneinanderstoßen, werden die Alpen auch geprägt von Sturzbächen, Strudeln und Wasserfällen, die an den Felsen nagen. Das Wasser frisst spektakuläre Höhlen ins Gebirge und lässt dort zauberhafte Tropfsteine wachsen. 5.000 Gletscher gibt es im Gebirge - noch, denn der Klimawandel lässt sie schmelzen. Im Grenzbereich aus Schnee und Eis trotzen Gämsen und Steinböcke dem harten Winter, Kröten tauchen unterm Eis und in der Tiefe zugefrorener Seen treffen sich Rutten, bis anderthalb Meter lange Raubfische, zu nächtlichen Massenpaarungen.

Mitten in Europa verbirgt sich ein unbekannter Kosmos: In der ewigen Dunkelheit der Karstgebirge Sloweniens lebt der skurrile Grottenolm: Seltene Aufnahmen zeigen die ungewöhnliche Amphibie, die in ewiger Dunkelheit lebt - ein Wesen wie aus einer anderen Welt.

Im Frühling verwandeln sich die seltsamen Neunaugen nach Jahren des Larvenlebens in erwachsene Tiere - nur um zu laichen und dann zu sterben, während ringsum das Alpenleben erwacht. Murmeltiere tummeln sich auf Berghängen, die vor Jahrmillionen ein Korallenriff waren, bevor sie zum Hochgebirge aufgetürmt wurden. Und im wohl schönsten Wildwasser der Alpen, der malerischen Soca Sloweniens, lebt noch die seltene, fast ausgerottete Marmorata-Forelle. An der Soca wurde auch die größte Raubkatze Europas wieder angesiedelt - der Luchs - und breitet sich wieder ins Gebirge aus.

Die Alpenseen bergen viele Geheimnisse und Geschichten: Im Lac du Bourget wird ein abgestürztes Nazi-Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg zur Heimstätte großer Fische. Der mysteriösen Alatsee bei Füssen gilt als "Blutsee". Denn ab 15 Meter Tiefe beginnt dort eine fast sauerstofffreie Todeszone.

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