Krokodile

Krokodile

Als Zeitgenossen von Dinosauriern bevölkerten sie schon vor über 200 Millionen Jahren die Erde. Kaum eine andere Tierart ist so erfolgreich wie sie - Krokodile. Oft mehr als eine halbe Tonne schwer und bis zu sechs Meter lang gelten sie als brutale Killermaschinen und gefährliche Menschenfresser. Wie clever sie bei der Jagd vorgehen, zeigen noch nie gefilmte Verhaltensaufnahmen aus Tansania. An den Ufern des Grumeti gräbt sich ein großer Krokodilbulle geschickt in ein flaches Wasserloch ein, um seine Opfer mit einem Überraschungsangriff zu überwältigen. Eine Intelligenzleistung, die man einem archaischen Wesen, dessen Gehirn gerade einmal die Größe einer Walnuss hat, nicht zutrauen würde. Mit Hilfe neuester HD Zeitlupentechnik werden zudem erstmals die erstaunlichen Jagdstrategien der Raubtiere sichtbar. Mit mehr als 2000 Bildern pro Sekunde wird jeder Angriff zu einem visuellen Ereignis der Extraklasse. Doch Krokodile haben auch eine ganz andere Seite. Die Weibchen sind zum Beispiel sehr engagierte Mütter, die über drei Monate ihre Gelege bewachen und gegen Eierdiebe verteidigen. Schnell werden die Jäger dabei selber zu Gejagten. Vor allem Nilwarane belagern die Nester. Wenn es zu heiß wird, müssen die Krokodil-Weibchen sich im Wasser oder Schatten abkühlen. Dann hat die Stunde der Warane geschlagen und so kann schnell die ganze Brut eines Jahres im Schlund der Eierdiebe verschwinden. Einige Mütter haben aber überraschende Alliierte - Wassertriele. Die Vögel bauen ihr Bodennest ganz in der Nähe der Krokodilgelege. Sobald ein Waran kommt, wehren sie ihn mit aggressiven Angriffen ab. So beschützen sie nicht nur ihre eigenen Eier, sondern auch die der Krokodile. Ist dieses Verhalten ein selbstloser Akt? Nein, auch die Vögel ziehen ihren Vorteil aus der Allianz. Oft werden ihre Nester von Flusspferden platt getreten, doch die großen Panzerechsen meiden die Kolosse. Auf diese Weise ist dann auch der Triel-Nachwuchs geschützt.

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