Komtesse Mizzi

Komtesse Mizzi

In dem Stück hat fast jeder vor jedem Geheimnisse. Diese werden nach und nach preisgegeben. Direkt ausgesprochen wird manches gar nicht. Der Zuschauer kann jedoch, wenn er sich nach dem Stück besinnt, das Wesentliche erraten. Das beste Beispiel für solch hintergründiges Spiel sind die Komtesse Mizzi und ihr Herr Papa, der Graf Arpad Pazmandy. Zum Beispiel wird letzterer von seinem alten Freund Egon Fürst Ravenstein aufgesucht. Vom Besucher erfährt er, der Fürst habe einen 17-jährigen Sohn. Philipp heißt der Knabe. Der Graf gibt sich erstaunt und erkundigt sich sofort nach der Mutter des Jungen. Der Fürst schwindelt etwas vor und der Graf hilft dem Freunde beim Lügen. Es stellt sich später heraus, Mizzi ist Philipps Mutter. Der Großvater weiß das alles wohl von Anfang an. Aber keiner gibt dieses Wissen explizit zu erkennen - weder der Graf noch der Autor Schnitzler. Aus dem Verhalten des Grafen ist allerdings sein Allwissen ablesbar. Zielsicher hilft Graf Arpad Pazmandy mit, die späte Ehe seiner Tochter, der Komtesse Mizzi, mit Egon Fürst Ravenstein anzubahnen. Der Graf überredet Mizzi, gemeinsam mit Vater und Sohn die Nordsee bei Ostende monatelang zu genießen.

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