Kleine Gläser - grosse Wirkung

Kleine Gläser - grosse Wirkung

Eine Brille für nur einen Dollar - es gibt sie wirklich. Martin Aufmuth im deutschen Erlangen hat sie erfunden. Weltweit ist er mit seinem Brillenprojekt unterwegs, nun warten neue Herausforderungen in Brasilien auf ihn. SRF begleitet den Brillenerfinder in die Favelas von São Paolo und bis in den Dschungel Amazoniens.

150 Millionen Menschen auf der Welt bräuchten eine Brille, können sich aber keine leisten. Sie können nicht lernen, nicht arbeiten und nicht für ihre Familien sorgen - ein Teufelskreis, den Martin Aufmuth, ein ehemaliger Physik- und Mathematiklehrer, unterbrechen wollte. Viele Jahre hat er an seiner Erfindung gearbeitet, nun ist sie auf dem Markt: eine Brille, deren Materialwert bei nur einem Dollar liegt, daher ihr Name Ein-Dollar-Brille. Dazu hat Martin Aufmuth gleich die passende Biegemaschine erfunden. Aus einem Federstahldraht lässt sich damit ein Brillengestell machen, günstige Plastikgläser aus China und bunte Gummischläuche polstern die Brille an den Bügeln.

In weniger als einer halben Stunde ist die Brille fertig. Sie lässt Menschen nicht nur wieder besser sehen, schafft vor Ort auch Arbeitsplätze. Kleinunternehmer können sich mit der Herstellung der Ein-Dollar-Brille selbstständig machen. Verkauft werden soll sie für einen Tageslohn - je nach Land unterschiedlich. Für den Erfinder ist das nachhaltige Entwicklungshilfe.

In acht Länder ist Martin Aufmuth mit seinem Brillenprojekt bereits vertreten. Der Film macht einen kurzen Abstecher nach Burkina Faso, wo das Brillenprojekt seit Jahren vorbildlich umgesetzt wird. Seine Hauptreise führt Martin Aufmuth diesmal aber nach Brasilien, wo er neue Partner gefunden hat. In den Favelas von São Paulo und in den abgelegenen Dörfern am Amazonas warten grosse Herausforderungen auf das Team.

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