Die Kinder von St. Georg

Die Kinder von St. Georg

Fünf Kinder, die gemeinsam im Hamburger Bahnhofsviertel St. Georg aufwachsen, stehen im Mittelpunkt der Langzeitdokumentation. Zwölf Jahre lang haben die Filmemacher Leslie Franke und Hermann Lorenz das Leben von Tamim, Freya, Klara, Nevena und Mitchel mit der Kamera begleitet und dokumentiert. Nach dem ersten Teil, den Schuljahren, folgen nun die Jugendjahre der 'Kinder von St. Georg'. Im Sommer 2006 beginnt eine neue Zeit: Alle fünf Kinder stecken mitten in der Pubertät. Tamim hadert mit seiner Identität und beschließt, sich nun Felix zu nennen. Mitchel versinkt in der Welt der Internetspiele und schwänzt immer häufiger die Schule. Klara gibt ihren Traum von einer Karriere als Balletttänzerin auf, Nevena wird Schulsprecherin, und Freya findet das Leben im bunten St. Georg jetzt viel interessanter als das auf dem Land bei ihrem Vater. Der Dokumentarfilm lässt die Zuschauer hautnah miterleben, wie aus einstigen Erstklässlern Erwachsene werden und sich Meinungen und Werte ausbilden, Konflikte und Schicksalsschläge formen, Unbefangenheit verloren geht und die Kräfte wachsen. Es ist der Horizont der Heranwachsenden, der die Aufnahmen bestimmt. So entsteht eine einmalige Zeitreise, in der die Zuschauer mit den Jugendlichen bangen und hoffen und immer wieder erleben, wie wandelbar sicher Geglaubtes doch ist.

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