Kinder des Tsunami

Kinder des Tsunami

Ein Jahr nach Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe in Japan rekonstruiert der Dokumentarfilm von Dan Reed die dramatischen Ereignisse aus der Sicht von Kindern, die meisten davon im Grundschulalter. Ihre Schulen liegen hundert Meilen voneinander entfernt. Eine der Schulen ist von dem Tsunami betroffen (Okawa Grundschule), die anderen von dem Atom-Gau (Kashima-Grundschule). In einer packenden Erzählung wird nachvollziehbar, was sich in den verschiedenen Schulen und im Zuhause der Kinder während des Wochenendes abspielte und wie die Kinder ihr neues Leben bewältigen. Die Überlebenden des Tsunami trauern um die Toten, versuchen, das Erlebte zu verarbeiten und sich, nachdem ihre Gemeinde völlig zerstört wurde, ein neues Leben aufzubauen. Auch das Leben der Kinder, die dem Atom-Gau ausgesetzt waren, hat sich völlig verändert: Trotz der Evakuierung sind sie einer gefährlichen atomaren Strahlenbelastung ausgesetzt. Das sichere Netz des Familienlebens wurde zerrissen. Ihr Alltag wurde nicht nur völlig auf den Kopf gestellt; ihnen wurde gesagt, dass sie niemals wieder bedenkenlos draußen spielen oder im Pool schwimmen dürfen. Die Zukunft empfinden sie nicht mehr als verheißungsvoll, sondern als bedrohlich. Niemand weiß, welche Folgen der Atom-Gau noch für ihre Gesundheit, ihr Leben, haben wird.

Bewertung

0,0   0 Stimmen