Kim Fisher entdeckt Schloss Köthen

Kim Fisher entdeckt Schloss Köthen

Ihre Schlösserreise führt Kim Fisher auch nach Köthen, in die Stadt, die in diesem Jahr ihr 900. Jubiläum feiert. Johann Sebastian Bach trug den Namen der Stadt in alle Welt. Als Hofkapellmeister bei Leopold von Anhalt-Köthen schuf der Komponist hier Teile seiner berühmten "Brandenburgischen Konzerte". Und in Köthen, so erzählt man sich, verbrachte er seine glücklichsten Lebensjahre.

Doch die Bachstadt hat mit ihrem Schloss noch weit mehr zu bieten. Das Schloss ist ein Paradies für Ornithologen und Homöopathen. Seit 1629 ist es auch Wirkungsstätte des ersten deutschen Sprachverbandes, der "Fruchtbringenden Gesellschaft". Die mittelalterliche Burganlage war einst Sitz askanischer hochadliger Grafen. Bis 1847 diente das Schloss als Anhaltische Fürstenresidenz. Baumeister wie Christian Gottfried Heinrich Bandhauer und der Dresdener Hofbaumeister Melchior Brenner hinterließen hier ihre Handschrift. Heute erstrahlen große Teile der Schloss- und Parkanlage wieder im neuen Glanz.

Seit 170 Jahren beherbergt der Ferdinandsbau die umfangreiche Sammlung des bekannten Vogelkundlers Johann Friedrich Naumann, der als Begründer der Ornithologie gilt. Das Schaffen des großen Vogelkenners ist weltweit einmalig. In seiner zwölfbändigen "Naturgeschichte der Vögel Deutschlands", das heute als Standardwerk gilt, beschrieb er nicht nur detailliert die einzelnen Vogelarten, sondern fügte den Beschreibungen faszinierende Abbildungen in schönster Aquarelltechnik hinzu.

Im Apothekengewölbe des Ludwigsbaues lässt sich Kim Fisher homöopathische Arzneimittel erklären und erfährt noch manch Unbekanntes über den Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann. Wissen Sie, was ein Klapprechner ist? Nein? Kim Fisher erfährt es von der Professorin für Computerlinguistik, Frau Seewald-Heeg, Chefin der "Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft".

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