Kaminer goes Kaukasus

Kaminer goes Kaukasus

Der Kaukasus: endlose Weiten, mächtige Berge. Genauer gesagt ist der Kaukasus ein etwa 1.100 Kilometer langes Gebirge zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer. Irgendwo mitten drin liegt der kleine Ort Mineralnye Vody. Hier lebt die Schwiegermutter des Schriftstellers Wladimir Kaminer. Der in Berlin lebende Russe ist ein Popstar der Sprache. Kein Wunder, denn kaum jemand wirft einen schärferen und humorvolleren literarischen Blick auf die kleinen und großen Unterschiede zwischen West und Ost. Die Dokumentation begleitet Wladimir Kaminer auf seiner Reise zur Schwiegermutter und deren Familie. Beiläufig stellt der Autor dabei die verschiedensten Betrachtungen über den ganz gewöhnlichen Alltag im russischen Teil des Kaukasus an. Denn während in Moskau mittlerweile der Kapitalismus zelebriert wird, zeigen sich die Bewohner von Mineralnye Vody in vielerlei Hinsicht ambivalent. So weigert man sich dort bislang beharrlich, für Strom zu bezahlen. Schließlich gab es den im Kommunismus umsonst. Stattdessen wird jetzt die Oberleitung der Bahn angezapft.

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