Johannisnacht

Johannisnacht

Einst waren Baron Christian von Hergeth (Willy Birgel) und die schöne Sängerin Martina (Hertha Feiler) ein echtes Traumpaar: romantisch verliebt, lebten sie auf einem eleganten Landgut und hatten gerade ein Baby bekommen. Dann aber erhielt Martina, die ihre Karriere eigentlich aufgegeben hatte, ein einmaliges Angebot aus New York. Mit der unvorhergesehenen Verlängerung des Engagements in Amerika endete auch die Ehe der beiden. Christian reichte - tief enttäuscht vom Verhalten seiner Frau - die Scheidung ein. Die gemeinsame Tochter Micky wurde ihm zugesprochen. Zehn Jahre sind seitdem vergangen. Aber auch nach dieser langen Zeit hat der Baron die Trennung nicht ganz verwunden. Dennoch reagiert er ablehnend, als ihn Martina nach einem Gastauftritt in der alten Heimat besucht und Micky (Ingrid Simon) sehen will. Zu verletzt ist Christians Stolz und zu groß die Sorge um das Seelenheil des Kindes, das in dem Glauben aufwuchs, die Mutter sei tot. So leicht aber will Martina nicht aufgeben. Sie findet heraus, dass Micky aus gesundheitlichen Gründen auf einer Alm bei der Sennerin Liesl (Lucie Englisch) lebt. Die Sängerin freundet sich heimlich mit dem Mädchen an - freilich ohne ihre wahre Identität preiszugeben. Christian lernt derweil in der viel jüngeren Irene (Sonja Sutter) nach langen Jahren wieder eine Frau kennen, die sein Herz schneller schlagen lässt. Er gibt ihr eine Stelle auf seinem Gut, macht ihr auf rührende Weise den Hof und hält schließlich sogar um ihre Hand an. Dann aber lernt Irene Lorenz (Erik Schumann) kennen, Christians Sohn aus erster Ehe. Vom ersten Moment an fühlen die beiden sich zueinander hingezogen. Mit aller Kraft versuchen sie, ihre Gefühle füreinander in Zaum zu halten. Doch in der Johannisnacht, auf der großen Verlobungsfeier von Christian und Irene, spitzen sich die Ereignisse zu. Harald Reinl machte sich vor allem als Regisseur zahlreicher Karl-May-Verfilmungen einen Namen: Unter anderem inszenierte er die 'Winnetou'-Trilogie und 'Der Schatz im Silbersee' mit großem Erfolg für die Kinoleinwand.

Bewertung

0,0   0 Stimmen