Jean Sibelius: Konzert d-moll für Violine und Orchester op. 47

Jean Sibelius: Konzert d-moll für Violine und Orchester op. 47

Schüchternheit, Lampenfieber und schwache Nerven sind Gift für eine Musikerkarriere. Jean Sibelius litt unter allen dreien. Eigentlich wollte er Geiger werden, nach dem Studium hat man ihn immerhin zum Probespiel bei den Wiener Philharmonikern zugelassen, aber er scheiterte. Da war er 26 und sah ein, dass er auf der Bühne wohl immer mit der Nervosität kämpfen würde.

Glücklicherweise hatte er in Helsinki, Berlin und Wien auch Komposition studiert. Komponieren kann man auch mit weichen Knien und schweißnassen Händen. Und seine geigerischen Fähigkeiten konnte er auch am Schreibtisch wunderbar gebrauchen.

Besonders für die Komposition eines Violinkonzerts. Das erkannte der Geiger Willy Burmeister, international renommierter Violinvirtuose und Konzertmeister im Orchester von Helsinki. Er war mit Sibelius befreundet und bat ihn um ein Konzert. Sibelius stürzte sich mit Eifer in die Arbeit.

Anfang 1904 war es dann soweit: Das Violinkonzert war fertig, der 8. Februar stand als Uraufführungsdatum fest.

Bewertung

0,0   0 Stimmen