Im Land der Taliban

Im Land der Taliban

DokumentationAFG  

Auch nach 17 Jahren Krieg am Hindukusch gelingt es nicht, den Konflikt zu beenden. Afghanistan wird beinahe täglich von schweren Anschlägen erschüttert. Vorstöße der Taliban sind ebenso häufig, IS-Terroristen breiten sich aus. Im Laufe dieses Jahres wird das deutsche Kontingent wieder auf 1300 Soldaten verstärkt. Als die Bundeswehr im März zum ersten Mal seit drei Jahren ihr Camp in Masar-i-Sharif zu einem Einsatz verlässt, ist endgültig klar: Die Strategie der NATO, die afghanische Armee stärker in die Verantwortung zu nehmen, ist gescheitert. Der vielfach ausgezeichnete Kriegsreporter Ashwin Raman hat den aussichtslosen Kampf der Bundeswehr und der afghanischen Armee gegen die Taliban begleitet. Er war mit dem deutschen Befehlshaber Wolf-Jürgen Stahl im Nordwesten Afghanistans unterwegs und mit afghanischen Truppen im Gefecht gegen die Taliban. In Kabul hat er einen von der Regierung alimentierten Talibanführer getroffen und einen deutschen Gartenarchitekten, der inmitten des Terrors mit deutschen Fördergeldern eine alte Parkanlage wieder aufbaut. Es ergibt sich das widersprüchliche Bild eines Landes, in dem der Staat mit Hilfe von ausländischen Soldaten gegen die Taliban kämpft, diese aber gleichzeitig toleriert. Ein Land, das selbst innerhalb von Familien in Taliban und Regierungsanhänger zerfällt und das in seiner Rauheit und Unwegsamkeit kaum zu kontrollieren ist.

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