Ich suche

Ich suche

In dieser Dokusoap werden Menschen, die auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter gehen, mit der Kamera begleitet.

Wir bringen in dieser Reihe Menschen zusammen. Es geht in diesem Format um Söhne und Töchter, die jahrelang verzweifelt nach ihren Wurzeln suchen, die sich fragen "wer bin ich?", "wer sind meine Eltern", "warum bin ich nicht bei meinen Eltern aufgewachsen?".

ATV dokumentiert die Suche und thematisieren den Grund für die Suche, zeigt auch, wie und ob der jeweilige Protagonist die Spur aufnimmt und den Menschen, der ihm fehlt, findet. Aber darüber hinaus zeigen wir auch, wie sich "das Leben danach" gestaltet. Ich suche meine Mutter zeigt höchst emotionale Geschichten von Menschen, die sich auf der Suche nach sich selbst befinden.

Seit 41 Jahren beschäftigt Toni nur eine Frage: Wer ist meine leibliche Mutter?

Jetzt will er nicht mehr länger warten und macht sich auf die Suche nach der Frau, die ihm das Leben geschenkt hat.

Toni blickt auf eine glückliche Kindheit zurück. Aufgewachsen ist er gemeinsam mit einem Adoptivbruder bei liebevollen Eltern in Osttirol. Als Kind hat es ihn nie gestört "nur ein Adoptivkind" zu sein, doch je älter er wurde, desto mehr beschäftigte ihn die Frage nach seiner Herkunft.

Im Alter von 20 Jahren unternahm er seinen ersten und bis dato letzten Versuch mehr über seine leibliche Mutter zu erfahren. "Warum hat sie ihn abgegeben?", "Hat sie ihn nicht geliebt?", "Was ist damals nach seiner Geburt passiert?". Nach zwei erfolglosen Telefonaten allerdings brach er die Suche ab.

Doch die Gedanken kreisten immer wieder um seine Mutter und seine Identität. Er begann ein fünfjähriges Bibelstudium, allerdings konnten dadurch seine offenen Fragen nicht beantwortet werden. Aus dem Drang nach Nähe und dem Gefühl nicht geliebt worden zu sein, schlug er eine andere Laufbahn ein. Er suchte Anerkennung und Aufmerksamkeit. Er entdeckte die Modelwelt, arbeitete als erotischer Showtänzer und nahm an Misterwahlen teil. 1996 gewann er als zweitplatzierter die Wahl für sich.

Doch die tiefe Leere in sich konnte das Publikum nicht füllen. Wieder einmal spürte Toni, dass er in seinem Leben etwas ändern muss um mit sich und seiner Situation zufrieden zu sein. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, für andere Leute dazu sein und kümmert sich seit sechs Jahren nun als Krankenpfleger um pflegebedürftige Menschen. Dennoch sind seine Fragen immer noch unbeantwortet. Er weiß, je mehr Zeit vergeht, desto unwahrscheinlicher wird die Möglichkeit, seiner Mutter einmal in die Augen zu sehen. Daher steht für Toni jetzt fest, er muss endlich die Reise antreten und seine Mutter suchen.

Als einzige Information dienen ihm seine alte Taufurkunde und sein Geburtsort Innsbruck. Seine Suche führt ihn über das Krankenhaus und das Standesamt bis hin zur alten Meldeadresse seiner Mutter. Aber niemand kann ihm wirklich weitere erforderliche Auskünfte erteilen. Als letzten Versuch beauftragt er eine Detektivin und kommt dadurch seiner Mutter näher als erwartet.

Nach 41 Jahren hält er endlich ein Bild von seiner Mutter in der Hand und erfährt eine neue Spur, die ihn bis nach Salzburg führt. Plötzlich realisiert er, dass er seine Mutter treffen kann- wenn er bereit ist auch den letzten Schritt zu gehen. Ein Gefühl, dass er bis jetzt immer verdrängt hat wird wahr. Nach 41 Jahren kochen die Emotionen über, denn er steht vor der Tür, die nun für immer sein Leben verändern kann.

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