Hundesoldaten

Hundesoldaten

Die Diensthunde der Bundeswehr werden dazu ausgebildet, mit Soldaten in den Kriegseinsatz zu gehen. Der Dokumentarfilm "Hundesoldaten" begleitet über Monate hinweg die Ausbildung mehrerer Hunde in der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr bei Ulmen in der Eifel. Regisseurin Lena Leonhardt legt ihr besonderes Augenmerk auf die ambivalente Beziehung, die sich während des intensiven Trainings zwischen Mensch und Tier entwickelt.
Bei Kampfhandlungen werden die Diensthunde der Bundeswehr als eine Art Waffe eingesetzt. Eine Waffe, die jedoch mit starken Emotionen verbunden ist: Damit das Mensch-Hund-Team funktionieren kann, ist gegenseitiges uneingeschränktes Vertrauen notwendig. Die Soldaten müssen hierfür die Zuneigung ihrer Hunde gewinnen. Trotzdem gelten die Hunde als eine Art "Waffensystem" und als solches sollen sie vor allem eines: funktionieren. Deshalb werden sie schon als Welpen an Gewehrfeuer gewöhnt, müssen Hindernisstrecken bestehen und lernen absoluten Gehorsam. Im Laufe der Zeit fällt es den Soldaten immer schwerer, bei ihrem Hund zwischen "Dienstgerät" und "Freund" zu unterscheiden.
Eine andere Aufgabe haben die Therapiehunde: Sie helfen traumatisierten Kriegsveteranen, ihr Vertrauen wiederzufinden und den Weg zurück in die Gesellschaft zu bewältigen.
"Hundesoldaten" setzt sich auf erhellende Weise mit der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Hund auseinander.

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