Hochzeit in der DDR

Hochzeit in der DDR

Vor 25 Jahren gab der Thüringer Pfarrer Eberhard Vater in der Kirche in Viernau einer außergewöhnlichen Liebe seinen Segen: Mak und Dikeledy Gwili, schwarze Südafrikaner, ANC-Aktivisten, die in der DDR Exil gefunden hatten. Beide Kommunisten und zugleich gläubige Christen, denen das Pfarrer-Ehepaar Christina und Eberhard Vater zu Ersatzeltern wurde. Nun kehren die beiden ehemaligen Aktivisten nach 25 Jahren in die Thüringer Kirche zurück, um hier ihr Eheversprechen zu erneuern. Eine Begegnung, der sowohl die Südafrikaner als auch das Pfarrer-Ehepaar entgegenfiebern. Begegnet sind die Vaters den ANC-Flüchtlingen Mak und Dikeledy Gwili 1987. Etwa einhundert südafrikanische Aktivisten waren damals als Flüchtlinge von der DDR aufgenommen worden. Unterstützt vom Solidaritätskomitee der DDR, lebten sie verteilt über die ganze Republik. Mak und Dikeledy waren damals blutjunge Kämpfer, voller Ideale - und unsterblich ineinander verliebt. 14 Jahre lang waren beide auf der Flucht. Im Pfarrhaus der Vaters fanden sie Beistand, Mut und Halt. Ihr Entschluss, dort zu heiraten, war damals der einzige Lichtblick für die beiden. Ein Ereignis allerdings, das enormen Sprengstoff barg: Offizielle Politik der DDR war es, die ANC-Flüchtlinge zu unterstützen - doch für die 'Ausländer' waren Kontakte zu DDR-Bürgern nicht erwünscht. Für viele SED-Genossen war es undenkbar, dass Mitglieder des ANC auch Christen sein konnten. Doch auch die Kirchenfunktionäre blieben gegenüber dem Engagement der Vaters für die ANC-Aktivisten skeptisch. Der Film begibt sich auf Spurensuche in Thüringen und in Südafrika. Was wurde aus den Träumen, Wünschen und Vorstellungen des Pfarrer-Ehepaares Vater? Wie geht es den ANC-Aktivisten Mak und Dikeledy Gwili und wie werden die beiden Paare einander wieder begegnen?

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