Hochleistungs-Chirurgie im Schiparadies

Hochleistungs-Chirurgie im Schiparadies

In Schlagzeilen von Zeitungen und Fernsehanstalten wird über tragische Todesfälle nach Lawinenabgängen, vermissten Tourengängern oder nach der Schussfahrt in den angrenzenden Wald berichtet. Der tägliche Ausnahmezustand für die Rettungskräfte auf den Pisten, etwa in Tirol während der Winter-Hochsaison, bleibt jedoch im Dunklen.

Nach inoffiziellen Schätzungen wedeln allein in Tirol täglich bis zu 300.000 Wintersportler auf den Pisten. Noch inoffizieller ist die Zahl der täglichen Skiunfälle: zwischen 300 und 500, von leichten Blessuren bis zu schweren Knie- oder Sprunggelenksverletzungen. Einsatz am laufenden Band und eine echte Herausforderung für die Rettungskräfte, die zusätzlich zu den alltäglichen Verkehrs- und Arbeitsunfällen ausrücken.

Um das Problem einigermaßen organisiert und menschlich zu bewältigen, haben sich in Tirol einige Medizin-Spezialisten selbstständig gemacht und private Spezialkliniken, etwa für Bänderrisse, Brüche oder generell Erstversorgung, gegründet. Einer von ihnen ist Dr. Alois Schranz, ein Chirurg, der in seiner kleinen Privatklinik in Sölden eine Erstversorgungs-Anlaufstelle für die Unfälle der Region anbietet. An intensiven Skitagen, also bei herrlichem Wetter und am Wochenende, haben er und sein Team buchstäblich alle Hände voll zu tun. Zusätzlich operieren er und seine Mitarbeiter in einer weiteren Spezialklinik in Imst mehr oder weniger rund um die Uhr.

ServusTV besucht den Mediziner und gibt Antwort auf die Frage, ob staatliche Kliniken diesen Andrang ohne Spezialisten wie Dr. Schranz und seine Kollegen tatsächlich bewältigen können. Gibt es den berüchtigten Konkurrenzkampf unter Tiroler Ärzten auch in dieser Sparte, oder freut man sich über die gegenseitige Hilfe zum Wohle der Patienten?

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