Hitler & Mussolini

Hitler & Mussolini

GeschichtsportraitD / I  

Führerhauptquartier am Nachmittag des 20. Juli 1944: Hitler, vom Attentat gezeichnet, begleitet Mussolini nach dessen kurzer Visite in der 'Wolfschanze' zum Zug. 'Duce, glauben Sie mir bitte, wenn ich Ihnen heute sage, dass Sie mein bester und vielleicht mein einziger Freund sind, den ich auf der Welt habe'. Noch im Februar 1945 sagte Hitler in seinem Berliner Bunker: 'Der Duce ist mir ebenbürtig, vielleicht sogar überlegen, wenn man ihn an dem misst, was er für sein Volk gewollt hat'. Freunde oder Rivalen - sie waren einander in wechselnden Rollen verbunden: am Anfang der Meister und sein ferner Bewunderer; dann Konkurrenten, schließlich Bündnispartner und Spießgesellen; zuletzt Kriegsherr der eine, der andere nur noch ein Vasall. Vereint waren sie in Größenwahn und Untergang. Was sie gewollt hatten, war unter der Kriegsfurie zerstoben. Was sie erreicht hatten, war unermessliche Zerstörung, unermessliches Leid. Sie brauchten einander, trotz aller Gegensätze: Hitler, dessen politischer Fanatismus sich an der 'Schmach von Versailles' entzündete, und Mussolini, der sich vom Sozialisten zum glühenden Nationalisten wandelte, von einer neuen Größe Italiens träumte. Beide wollten für ihre Großmachtpläne die europäische Nachkriegsordnung umstürzen. Sie würden zueinander finden, es war nur eine Frage der Zeit.

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