Heiße Quellen und dunkle Stollen

Heiße Quellen und dunkle Stollen

Eine Kurreise von Ungarn bis Rügen Film von Christian Schulz Tief aus dem Inneren der Erde kommen Stoffe, die heute als Heilmittel eingesetzt werden. Mineralien wie Salz, Schwefel und Kreide haben bei gezielter medizinischer Anwendung eine heilende Wirkung auf den menschlichen Organismus. Im polnischen Wieliczka begeben sich Asthmapatienten unter Tage, um die wohltuenden Effekte des Salzes zu genießen. Bis zu acht Stunden bleiben die Patienten im ehemaligen Salzbergwerk, das heute ein Sanatorium ist. Das älteste Soleheilbad Deutschlands, Bad Salzelmen, wurde mit der Entdeckung der Heilwirkung des Salzes bereits 1802 eröffnet. Die Sole wurde damals als Haustherapie zum Beispiel bei Flechte eingesetzt. Entlang des imposanten 320 Meter langen Gradierwerkes herrscht auf Grund der herabrieselnden Sole ein angenehmes Mikroklima. Die Kurgäste, vor allem Asthmapatienten, atmen während des Spaziergangs die salzhaltige Luft ein. Solebäder ermöglichen das Aufnehmen des Salzes über die Haut. Im ungarischen Heviz ist es der Schwefel, der über die Haut im Körper aufgenommen wird. Der Kurort befindet sich etwa sechs Kilometer vom Westzipfel des Balaton entfernt. Besonderheit des Ortes ist der Thermalsee, der größte und wirksamste seiner Art in Europa. Eine in 38 Meter Tiefe liegende Quelle füllt den See ständig mit 33-35 Grad warmem Wasser. Familie Thiemig fährt seit 40 Jahren nach Ungarn. Sie ist begeistert von der Wirkung des Schwefelbades in Heviz, das Linderung bei Rückenschmerzen und Verspannungen verschafft. Auf der Insel Rügen wird schon seit 70 Jahren eine spezielle Heilkreide abgebaut, die sich heute zum Exportschlager entwickelt hat und die auch in den Kurbetrieben vor Ort zur Behandlung von Hautkrankheiten eingesetzt wird. Die Dokumentation zeigt, welche medizinischen Schätze die Natur zu bieten hat, demonstriert die Wirkungsweise und begleitet Menschen denen die Behandlung mit diesen Stoffen Linderung ihrer Beschwerden verschafft.

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